Man braucht definitiv kein Blatt vor den Mund nehmen – der neue Instagram-Algorithmus ist einfach ein Arschloch.

Man kennt kaum jemanden, der ein Fan von dem neuen Instagram-Algorithmus ist.
Um Anerkennung für ein schönes Bild zu erlangen, reicht ein schönes Bild allein nicht mehr aus.
Wir fragten jay_jaynina, wie genau der Instagram-Algorithmus funktioniert und wie sie ihm zum Trotz die Motivation nicht verliert!

Ich habe mich schon sehr intensiv mit diesem Thema auseinandergesetzt und teile meinen Frust darüber sehr häufig öffentlich auf Instagram. Erstaunlicher Weise findet es großen Zuspruch. Beinahe täglich erreichen mich Nachrichten von Bloggern/innen, denen es genauso geht.

Doch woher nimmt man die Motivation, trotz der geringen Reichweite, weiter zu machen?

Vor allem ohne dabei zu schummeln?

Wie setzt man sich bei der Masse durch?

Leider muss ich euch schon im Voraus enttäuschen, dass ich kein Geheimrezept parat habe.
Ich kann euch nur ein paar Ratschläge geben, die ich selbst gelesen habe oder, die mir selbst aufgefallen sind. Allerdings muss ich gestehen, wesentlich besser wurde es bei mir dadurch auch nicht.

Vorab möchte ich aber allen Frustrierten eine kleine Aufmunterung mitteilen: die meisten tricksen.
Es gibt mittlerweile sehr viele Seiten und Apps, auf denen man sich einfach alles kaufen kann. Likes, Follower und Kommentare. Es werden sogar Dienstleistungen angeboten, die für dich das Kommentieren und Liken übernehmen. Ich habe mir den Spaß mal erlaubt und einiges gegoogelt. Und es hat mich echt schockiert!

Für alle die, die meinen, man könnte auf www.socialblade.com analysieren, wer sich seine Follower kauft, da man anhand einer Kurve diese Auffälligkeiten sehen kann – diejenigen haben sich getäuscht. Ich habe mehrere Seiten entdeckt, auf denen man für ab 100 Euro pro Monat Follower so einkaufen kann, dass diese über einen gewissen Zeitraum langsam ansteigen, sodass niemand Verdacht schöpft und man eben bei solch einer Auswertung nicht „negativ“ auffällt.
Ich beobachte schon seit ein paar Monaten einige Seiten, die innerhalb richtig kurzer Zeit (weniger als einem halben Jahr) durch die Decke schießen. Sowohl bei den Followern als auch bei den Likes und Kommentaren. Hinzu kommt, dass fast alle in zig „Support-Gruppen“ sind und alle Seiten mit typischen Standardsätzen: was für ein tolles Bild süße, du siehst wie immer toll aus etc. vollspamen.

Eine kleine Beichte – ich war auch schon in drei solcher Gruppen. Ich bin dann jedoch nach kurzer Zeit wieder ausgetreten, da man extrem unter Druck steht ständig die Bilder zu liken und zu kommentieren. Außerdem wird man dadurch auch „genötigt“ Bilder zu kommentieren, die dir evtl. gar nicht gefallen und von Leuten, die du gar nicht magst, die Profile mit Komplimenten zu überschütten.

Wo bleibt da die Authentizität?

Die gibt es einfach schon lange nicht mehr. Jeder tut nur noch Dinge, um selbst auf sich zu lenken und viel Aufmerksamkeit zu erregen (ich nehme mich selbst da nicht raus). Und Instagram schüttet mit dem neuen Algorithmus immer mehr Öl ins Feuer.

Steht nicht in den Gemeinschaftsrichtlinien: „Fördere bedeutungsvolle und echte Interaktionen. Hilf uns dabei, frei von Spam zu bleiben, indem du nicht versuchst, künstlich „Gefällt mir“-Angaben, Abonnenten oder geteilte Inhalte zu sammeln, nicht wiederholt dieselben Kommentare oder Inhalte postest und Menschen nicht wiederholt zu kommerziellen Zwecken ohne ihre Zustimmung kontaktierst.“

Doch wer hält sich noch daran? Ich habe das Gefühl, schummelt man nicht, geht man unter. Häufig war ich sogar schon davor meinen Account zu löschen, da mir die Motivation fehlt. Schließlich steckt viel Arbeit und Zeit dahinter und nur, weil ein Algorithmus der Meinung ist, das Bild sei es nicht „wert“ (weil es den falschen angezeigt wird), anderen angezeigt zu werden, wo bleibt da die Fairness?

Schummeln kommt für mich nicht infrage, dafür bin ich nicht nur zu geizig, sondern auch zu faul. Und es bringt auch auf Dauer nichts. Man muss ständig dran bleiben, sonst fliegt man raus. Aber genug zu dem Thema. Wie genau sieht denn nun der neue Algorithmus aus? Der folgende Absatz besteht nur aus Vermutungen und Ratschlägen, die ich selbst gelesen oder herausgefunden habe. Daher keine Garantie!

Vor ab: Instagram entwickelt sich immer mehr zu einer Marketing-Plattform und es wird durch den neuen Algorithmus bestätigt.
Postest du ein Bild, wird es knapp 10 % deiner Follower angezeigt. Je nach Interaktionen, erkennt Instagram, wie dein Bild ankommt und erhöht die Reichweite oder eben nicht. Daher wird es den großen Influencern und Bloggern leicht gemacht, denn diese Beiträge explodieren meistens in den ersten Sekunden und werden dadurch sogar nach drei Tagen häufig in den Neuigkeiten angezeigt.

Folgende Tipps habe ich jedoch für euch:

Finde heraus, wann deine Follower aktiv sind, Business-Profile können dies sogar in einer Statistik verfolgen.
Aus Erfahrung ist dies meistens eher in den Abendstunden. Du solltest, nachdem du ein Bild hochgeladen hast, direkt aktiv sein. Das bedeutet: reagiere auf die Kommentare unter deinem Bild. Herze diese und kommentiere zurück. Nutze Hashtags, aber immer andere, da du sonst für Hashtags gesperrt wirst. Verlinke Orte und auch größere Seiten auf deinem Bild, dadurch erhöhst du von selbst schon ein wenig deine Reichweite. Des weiteren solltest du täglich posten.

Erzähle von deinen Erlebnissen und teile deine Gedanken, interagiere mit deinen Followern.
Stelle Fragen, wodurch sie deine Beiträge kommentieren. Mache Stories und erzähl auch mal, dass etwas schlecht läuft und zeige, dass du „nur ein Mensch“ bist. Werbe für deine neuen Posts in deiner Story und animiere deine Follower zum Liken. Das kannst du quasi „legal“ tun, um deine Reichweite zu vergrößern.

Je länger die Follower auf deinem Profil verweilen, umso höher wertet Instagram deinen Account und erhöht ebenfalls die Reichweite.

Schließe dich mit anderen zusammen, um gemeinsam motiviert zu bleiben. Tauscht euch aus und unterstützt euch gegenseitig und nicht nur auf Instagram. Ich habe mittlerweile wahre Freundschaften geschlossen und es tut so gut, seinen Frust mit Menschen zu teilen, denen es genauso geht und die dich verstehen. Blockiere Profile, die dich nerven und bei denen du der Meinung bist, dass sie Fake sind. Und das allerwichtigste: nimm das Ganze nicht so ernst. Denn was wäre, wenn es Instagram morgen nicht mehr gäbe? 😉

Eine Sache, die mir schon länger durch den Kopf schwirrt: was wäre, wenn sich viele zusammentun würden und sich für eine Woche abmelden? Schließlich lebt Instagram von uns und dankt es uns nicht. Wäre vielleicht mal ein Denkzettel 😉 –jay_jaynina

 
 

 

 


 

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