Der Valentinstag naht, deswegen läuten wir auch fünf Tage voller Liebe ein, jedoch nicht mit kitschigen Themen, sondern Themen die sicherlich jeden von uns schon mal beschäftigt haben.

Ist es in Ordnung verliebt zu sein, während man in einer Beziehung ist?

Man hört immer wieder davon, und wenn man selbst davon betroffen ist, kann diese Frage deine komplette Welt auf den Kopf stellen. Es fühlt sich vielleicht gut, aber dann doch irgendwie nicht richtig an und nur weil man in jemanden schockverknallt ist, heißt es ja nicht gleich, dass man seinen Partner nicht liebt.

#thestruggleisreal

Also als erstes sollte man festhalten, dass dieses Gefühl von verliebt sein, ganz viele und unterschiedliche Dinge beinhalten kann bzw. dass dieses Gefühl von völlig unterschiedlichen Fakten hervorgerufen werden kann.
Man kann für die Ausstrahlung seines Lieblingskellners schwärmen, der dir jeden Mittwoch die Pizza an den Tisch bringt oder auch über den kurzen Blickkontakt mit einem Fremden im Bus. Man kann auch für Ryan Gosling schwärmen oder auch für eine platonische Beziehung, die ins nirgendwo führt, jedoch trotzdem ein romantisches Interesse zum Gegenüber besteht.

Menschliche Zuneigung ist ein ziemlich komplexes Gebiet und trotzdem ist das Schwärmen für einen Fremden nichts, was deine Beziehung ausknipst. Jedoch kommen in unseren hübschen, kleinen, kugelrunden und verwirrten Köpfen 1000 Fragen auf.

Soll man es sich verkneifen, dass man einen fremden Menschen attraktiv und interessant findet?

Bedeutet das Schwärmen für eine andere Person, dass mit mir oder meinem Partner etwas nicht stimmt?

Ist es moralisch verwerflich verknallt zu sein, wenn man in einer Beziehung ist?

Naja, letztendlich ist die Antwort auf diese und all die Fragen, die damit verknüpft sind, ja und nein zugleich. Im Endeffekt geht es um eine viel größere Frage – die Frage der Loyalität und dessen was eine moderne monogame Beziehung ausmacht.
Mit anderen Worten: Wie monogam muss ich sein, damit meine Beziehung funktioniert? Monogamie ist ein von Emotionen besetztes Wort und während man über Monogamie grübelt taucht wieder eine Frage auf – diesmal jedoch die entscheidende – müssen meine Gefühle nur einer Person gelten?

Um Gottes Willen nein.
Nein. Nein. Nein.

Natürlich ist es eine romantische Idee zu denken, dass die wahre Liebe die Uhr in deinem Herzen zum stehen bringt. Aber mal ehrlich dieses ich habe nur Augen für dich Babe, du bist das einzige was mich glücklich und vollkommen macht Gerede ist vielleicht Beruhigend aber doch nicht wirklich wahr.
An einem Tag, an dem man Lust auf Eis hat, macht dich auch ein großer Becher Ben & Jerry’s glücklich und vollkommen.

Was wir euch damit sagen wollen?

Ein Verbot über die Anziehung zu anderen Menschen auszusprechen wäre irgendwie gleich dem Verbot kein Eis mehr zu essen, während man in einer Beziehung ist. Diese Regel würde man dann solange befolgen, bis man Heißhunger bekommt und auf ein Mal 100 Becher Eis auf einen Schlag verschlingt.

Und der Heißhunger wird kommen.

Das heißt jedoch nicht, dass Menschen, die sich trotz anderer Attraktionen gegenseitig wählen, nicht romantisch sein können. Vielleicht wird ja das gemeinsam Geteilte noch größer, sobald sich die Wertschätzung des reichen inneren Lebens anderer, in euer Leben miteinfließt.

Natürlich versucht man das Interesse für andere irgendwie immer zu unterbinden, einzurahmen und zu kontrollieren. Was man in dieser Situation jedoch tatsächlich machen muss ist, zu lernen sich selbst zu erforschen, sich selbst Dinge und Situationen zu erlauben und sich selbst so gut zu verstehen, sodass die eigenen Wünsche entwirrt und verwirklicht werden können und nichts davon kann realisiert werden, wenn ihr euch selbst das volle Spektrum verweigert.

Außerdem sollte man diesem ständigen Schubladen-Denken ein Ende setzen. Werdet euch klar darüber, mit wem ihr am liebsten eure Zeit verbringt und für wen ihr die tieferen Gefühle pflegt und denkt nicht daran euch in eine Monogamkiste zu stecken alá ich bin monogam, deshalb schaue ich auf niemanden, mein Freund ist in mich verliebt, deshalb sieht er nur mich.
Schätzt eure Gefühle genauso, wie sie sind und versucht nicht für alles ein Etikett zu finden – etikettiertes Zeug landet nämlich meist im Keller. Geht mit Offenheit, Respekt und Neugierde mit euren gegenseitigen Gefühlen um, denn Beziehungen sind dazu da, um sie zu vertiefen und zu verstärken.

Wenn ihr in jemanden verknallt seid, gibt es ein paar wichtigere Fragen, als sich nur zu fragen, ob es in Ordnung sei:

Was bietet es mir?
Einen Sinn für Fantasie?
Eine vorübergehende mentale Flucht aus einer trist gewordenen Umgebung? Selbstwertgefühl?
Einen Weg etwas zu fühlen, was mir fehlt?

Grübelt und beraubt euch nicht dieser Einsicht.
Beschränkt euch nicht emotional auf ein stures schwarz-weiß Konzept.
Ein Schwarm ist weder gut noch schlecht aber er bietet uns die Gelegenheit, über seine eigenen Impulse nachzudenken.

Nur du selbst kannst deine Antwort zu diesem Thema finden, und zwar tief in dir selbst.
Nimm dir einfach Zeit und Raum.

 

 


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