Gerade eben haben wir die Osterfeiertage überlebt

Feiertage generell bieten sich dafür an, die gesamte Familie unter einem Dach zu versammeln. Anfangs freut man sich noch alle zu sehen. Während des Essens entwickeln sich jedoch meist merkwürdige Gespräche die auch in kleine Dramen ausarten können. Danach ist man völlig geplättet (und zwar nicht von zu viel Kuchen) und freut sich, dass man sich erst wieder an Weihnachten sieht.

Es läuft doch mehr oder weniger immer und immer wieder wie folgt ab:
Die Mama ist genervt, weil immer wieder jemand in die Küche reinstürzt und sie beim Kochen stört, Papa ist von unabsichtlich gemeinen Kommentaren verstimmt, die Geschwister versuchen die sensible Stelle zu finden, die dich an dir selbst am meisten nervt, dich wird es in Wut versetzen. Dann wird mit den Türen gekracht.

Happy Holidays

Irgendwie verschwindet all die Selbstbeherrschung und Selbstdisziplin, sobald man seine Familie trifft. Man fällt sofort in alte Gewohnheiten zurück. Dann steht man vor dem Spiegel und fragt sich, wer dieses bedürftige, bockige und weinerliche Kind ist, das die eigene Kleidung trägt.

Das Spektakel der Familienrollen etabliert sich bei jedem von uns sehr früh. Die Art und Weise wie wir uns in der Familie verhalten bestimmt auch, wie wir durch die Welt stampfen und während das oben genannte Familiendrama gutartig ist, fällt es bei anderen leider nicht so harmlos aus.

Familientreffen haben auch deshalb großes Potential für Dramen, weil sie einen manchmal zwingen, einen Schleier um die eigene Identität zu werfen, welche die Familie für dich nicht anerkennen will. Gerade weil unsere Familien uns so wichtig sind – oder waren, bevor wir uns zu den Menschen entwickelten, die wir nun geworden sind – ist es so schwierig, Unabhängigkeit zu behaupten oder das eigene Verhalten zu ändern. In stressigen Situationen kehren wir in alte Verhaltensmuster zurück, zur sichersten Version seiner Selbst. Dabei sollte man einfach lernen, dass man mittlerweile erwachsen ist und sich nicht jeder Bitte beugen muss.

Ängste können übrigens auch reaktiv sein. Man erinnert sich vielleicht an eine schlechte Erfahrung, wie einen merkwürdigen Onkel, der jedes Jahr aufs Neue neben dir sitzen musste, oder deine Oma, die dich jedes Jahr zwingt mehr zu essen, als man will. Vielleicht bist du auch mit jemandem aufgewachsen, der dir gegenüber immer kritisch war – dein Gewicht, deine Frisur, deine Freunde, deine Noten, dein Studium, dein Beruf – und jetzt machst du dir Gedanken darüber, dass du erneut auf diese Weise kritisiert wirst und treibst dich automatisch in die Defensive.
Es ist niemals leicht der Familie nein zu sagen, denn sie ist dein Ursprung.

Man will sie nicht enttäuschen. Wenn man jedoch sie nicht enttäuscht, besteht die Gefahr sich selbst zu enttäuschen.

Und wie gestaltet man die Familienzeit an den Feiertagen anders?

#1 Kenne deine Auslöser
Bevor du dich an den nächsten Familientisch setzt, kannst du dir überlegen, wie die Konflikte in der Vergangenheit ausgelöst wurden. Wenn du weißt, dass bestimmte Familienmitglieder dazu neigen dich zu provozieren, halte Abstand von ihnen. Erstelle zum Beispiel Sitzplankarten und positioniere dich neben einer Person, die dir ein angenehmes Gefühl gibt.

#2 Setze Grenzen
Der Vorteil am erwachsen sein ist, dass man nein sagen darf. Vor allem wenn du merkst, dass ein Familienmitglied ein strittiges Thema hervorbringt. 
Sag doch einfach, dass ihr gerade keine Lust habt, euch über dieses Thema zu unterhalten.

#3 Atme
So einfach und doch so wirkungsvoll. Unsere Wut wird durch automatische adrenalingetriebene Reaktionen gesteuert. Deswegen kann eine kurze Atemübung die sich zuspitzende Situation abschwächen. Nimm dir einen Moment und geh ins Bad oder eine Runde um den Block und atme mit der Nase bei vier.

#4 Definiere deine Macht
Du bist erwachsen und lebst dein eigenes Leben und deine Eltern, sowie deine Familie haben das zu respektieren. Wenn du dich bisher als weinerliches und mürrisches Kind definiert hast, wird es jetzt an der Zeit dies zu verändern um von den Erwachsenen in ihrer Welt auch als jemand seinesgleichen akzeptiert zu werden.
Vielleicht bist du ja ein grandioser Bäcker geworden, seitdem du alleine wohnst. Biete doch an, dich um die Desserts zu kümmern und sahne ganz viel Ruhm für deinen Nachtisch ab. Kümmere dich um die Tischdekoration oder was auch immer dir spaß macht. Alles, wodurch du Autonomie erreichst, erinnert die anderen daran, dass du eine vollständige erwachsene Person bist.

Erinnere dich selbst daran, dass du nun eine echte und menschlich gewachsene Person bist, mit all den Launen, Talententen, der Intelligenz und dem Mut.

Du hast nun Optionen, die du als Kind nicht hattest. Du wirst keinen Hausarrest für trotzige Reaktionen bekommen. Du musst dich nicht mehr so verhalten, wie du dich als Kind verhalten hast.

Und nun, genieß die Feiertage mit deinen Liebsten, denn selbst wenn sie dich ärgern, niemand liebt dich so sehr wie sie!

 
 

 

 


 

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